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Spitzenspiel des 2. Spieltages

veröffentlicht um 02.10.2010, 15:57 von Martin Lütgemeier   [ aktualisiert 02.10.2010, 17:09 von Martin Lütgemeier ]
02.10.2010: Nicht nur auf dem Papier war es das Spitzenspiel des zweiten Spieltages, auch auf dem Feld verdiente die Begegnung zwischen dem Meister PSV und dem Vizemeister Brake durchaus diese Bezeichnung. Gleich von Beginn an entwickelte sich eine intensiv geführte Partie, in der beide Teams keine Zweifel daran aufkommen ließen, dass sie auf einen harten Kampf eingestellt waren. Insbesondere Brake zeichnete sich dabei durch eine engagierte Feldabwehr aus. Über 18:14 und 22:17 konnte sich jedoch der PSV in der zweiten Hälfte des Satzes absetzen und gewann diesen dann schließlich mit 25:17.
Im zweiten Satz stellte Brake dann um und spielte von nun an mit zwei Zuspielerinnen und einem Mann auf der Außenposition. Diese Maßnahme zahlte sich aus und führte zunächst zu einem sehr engen Satz mit wechselnden Führungen. Nachdem PSV zunächst einen 12:15 Rückstand in eine 17:15 Führung umwandeln konnte, verlor das Team diese gleich wieder und über 18:21 auch den Satz (19:25).
Der dritte Satz begann, wie der zweite aufgehört hatte. Brake gelang fast alles und mit variablem und schnellen Angriffsspiel wurde ein ums andere Mal der Ball im Feld von PSV versenkt. PSV dagegen litt wie schon Ende des zweiten Satzes unter einer hohen Eigenfehlerquote und hatte auch im Angriff große Probleme mit dem Braker Block. So sah beim Spielstand von 10:2 alles danach aus, als sollte Brake auch diesen Satz gewinnen und damit vielleicht sogar das ganze Spiel zu drehen. Doch es kam anders. Völlig unerwartet riss sich das Team vom PSV zusammen und besann sich auf alte Tugenden. In Abwehr und Block wurde wieder gearbeitet und gekämpft, die Zuspiele kamen präzise, die Angriffe - vor allem durch die Mitte - fanden wieder ihr Ziel und die Fehler wurde praktisch vollständig eingestellt. So stand es plötzlich nur noch 9:11 aus Sicht des Meisters und der Satz war wieder offen. Aber nicht nur das, mit dem Schwung der Aufholjagd im Rücken erspielte und erkämpfte sich der PSV nun seinerseits eine Führung (17:14) und gab diese bis zum Satzende (25:17) auch nicht mehr her.
Im vierten Satz wurde es nun richtig spannend. Brake hatte den ärgerlichen Verlust des vorherigen Satzes gut weggesteckt und machte endlich wieder mit druckvollen Angriffen und guter Block- und Abwehrarbeit weiter. Folgerichtig lagen sie bis zur Schlussphase immer - wenn auch knapp - in Führung (15:14, 22:19, 23:21). Als sich viele der Anwesenden schon auf einen entscheidenden fünften Satz einstellten, nahm der Mittelblock des PSV urplötzlich die Arbeit wieder auf und ließ fast keine Braker Angriffsschläge mehr durch. Im Gegenzug gelang es dem Braker Block nun nicht mehr wie zuvor, die Angriffsschläge des PSV wirksam zu verteidigen und so reichte es nur noch dazu, beim Stand von 23:24 und 24:25 zwei Matchbälle abzuwehren. PSV verwandelte schließlich den dritten Matchball zum viel umjubelten Sieg und nahm damit erfolgreich Revanche für die Hinrundenniederlage der Vorsaison.
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