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Sie haben es wieder getan

veröffentlicht um 25.03.2012, 03:36 von Martin Lütgemeier
Man kann viele Bilder bemühen und so einige abgedroschene Phrasen verwenden für das, was gestern nachmittag in der Halle 4 der Gesamtschule Schildesche passiert ist. Deja vu oder Duplizität der Ereignisse sind nur einige davon, manche der Beteiligten glaubten sich vermutlich auch einfach nur in einem schlechten Film.
Aber wie man es auch nennen mag, Fakt ist, dass die Spielerinnen und Spieler des PSV Bielefeld zur Zeit anscheinend erst mit dem Rücken zur Wand stehen müssen, bevor sie ihren Gegnern ernsthafte Gegenwehr liefern. Nach dem Krimi im Spitzenspiel gegen Brake (siehe Bericht von vor 14 Tagen) gerieten sie auch an diesem Samstag nach zum Teil desolater Leistung mit 0:2 Sätzen in Rückstand (16:25, 16:25). Und genau wie zuvor mussten sie einen Matchball abwehren, diesesmal allerdings schon im dritten Satz (25:26) und auch nur einen. Und wie vor zwei Wochen drehten sie dann das komplette Spiel (28:26, 25:19, 15:12).
Der Gegner Bloc Choque zeigte fast drei Sätze lang ein beeindruckendes Spiel. Ein ums andere Mal gelang es den Zuspielerinnen, die Angreifer frei zu spielen, und diese wiederum hatten dann wenig Mühe zu punkten - ohne Block sowieso, aber auch mit Block war die Erfolgsquote sehr hoch. Umgekehrt brachten sie fast immer noch eine Hand unter die Angriffe von PSV und erarbeiteten sich so viele zweite und dritte Chancen. Allerdings profitierten sie auch von großen Schwächen in Annahme und Spielaufbau bei ihren Gegnern.
Und genau diese Schwächen konnte der PSV dann im Verlaufe des dritten Satzes langsam abstellen. Die Annahme stabilisierte sich, das Zuspiel wurde sicherer und auch der Block stand nun immer öfter genau richtig. Nur ein Vorsprung wollte dabei nicht herausspringen und so kam es dann zum Showdown, in dessen Verlauf neben dem Matchball auf der einen Seite auch zwei Satzbälle auf der anderen Seite vergeben wurden, ehe im dritten Versuch der Satzanschluss hergestellt wurde.
Der vierte Satz war dann eine klare Angelegenheit und auch im fünften schienen die PSV-ler, moralisch gestärkt durch die erfolgreiche Aufholjagd, nichts mehr anbrennen zu lassen. Bis sie dann beim Stand von 13:9 noch einmal die Vergangenheit einholte und ihnen wie im Spiel gegen Brake ein Aufstellungsfehler unterlief. Und auch diesesmal kostete sie das nicht nur einen Strafpunkt sondern auch noch zwei weitere Punkte, bis sie sich wieder gefangen hatten. Da der Vorsprung aber zum Glück groß genug war, konnten sie anschließend die fehlenden beiden Punkte zum 15:12 einfahren und sich so den Satz und das Spiel sichern. Ach ja, und die Meisterschaft. Sie haben auch das also wieder getan.
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